
Der Winter hat uns im Januar leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wenige Tage vor meiner ersten Schneeschuhwanderung ist der herrliche Neuschnee leider weggeschmolzen! Zum Glück war das kein großes Problem, denn schnell stand ein neuer Plan fest: Die Tour am 31.01.26 wurde kurzerhand ins Rofangebirge, welches über dem idyllischen Achensee thront, verlegt.
Am Samstagmorgen ging es mit der Gondel hinauf zur Erfurter Hütte, wo sich die fröhliche Truppe um unseren Bergführer und Schneeschuh Experten Detlev Antosch versammelte. Erst einmal musste ich mich überhaupt mit dem Gerät „Schneeschuh“ vertraut machen, aber als geübte Skifahrerin hatte ich den Dreh schnell raus. Was dagegen komplettes Neuland für mich war, ist der Lawinenpiepser (LVS). Detlev machte uns zunächst mit der Funktion vertraut, bevor wir jedes unserer Geräte gründlich überprüften. Nachdem wir also voll ausgerüstet und vorbereitet waren, ging es dann endlich bei bestem Sonnenschein hinein in den Schnee und hinauf auf den Berg.

Mit der ein oder anderen Pause für Brotzeit und heiße Getränke bahnten wir uns unseren Weg immer weiter den Berg hinauf. Zum Glück hatte ich Sonnencreme dabei, denn gegen Mittag wurde es nicht nur wegen des steilen Anstiegs richtig warm! Der unberührte Schnee, der im vollen Sonnenschein wie Diamanten funkelte, war direkt eines meiner Highlights. Ein weiteres Highlight war dann natürlich nach erfolgreichem Aufstieg zur Spitze der unglaubliche Blick ins Tal und auf die umliegenden Gipfel.


Gipfel Rofan (2259m) (Foto von Uwe Birthelmer)
Der lustigste Teil einer Schneeschuhwanderung ist meiner Meinung nach der Abstieg, denn man kann fast “frei Schnauze” nach unten laufen und durch den pulvrigen Schnee hüpfen. Viel zu schnell waren wir wieder unten am Lift und nach einem wohlverdienten Radler an der Erfurter Hütte ging es für uns dann schon nach Hause.


Danke an die DAV-Sektion Karpaten, dass ich bei diesem schönen Ausflug dabei sein konnte!


