Hüttenpatenschaft Gleiwitzer Hütte

Hüttenpatenschaft mit der Gleiwitzer Hütte 2.176 m im Nationalpark Hohe Tauern

Die Diskussion gibt es immer mal wieder: wie wär’s mit einer eigenen Hütte für die Sektion? Das wäre schon etwas Feines, doch verfügt die Sektion Karpaten weder über üppige Rücklagen noch über großzügige Spenden. Andererseits ist eine Alpenvereinshütte selten kostentragend, geschweige denn gewinnbringend. Hohe Behörden-, Umweltauflagen und Instandhaltungskosten verschlingen in der Regel mehr Geld als die Einnahmen ausmachen. Für diejenigen Sektionen ohne eigene Hütte gibt es jedoch die Möglichkeit einer Hüttenpatenschaft. Jede Alpenvereinssektion ohne eigene Hütte zahlt pro Mitglied eine sogenannte Hüttenumlage von 4 Euro in einen Umlagetopf. Möchte man diese Hüttenumlage einer bestimmten Hütte zugutekommen lassen, geht man am besten eine Hüttenpatenschaft ein.

Viele Hütten kamen gar nicht in Frage. Der DAV Dachverband genehmigt nur Hüttenpatenschaften mit Hütten der Kategorie I, das bedeutet eine Schutzhütte die ihren ursprünglichen Charakter als Stützpunkt für den Bergsteiger und Bergwanderer bewahren muss, Ausstattung und Verköstigung sind einfach und sie ist Stützpunkt in einem bergsteigerisch bedeutsamen Gebiet und für den Besucher nur in Ausnahmefällen mit mechanischen Hilfen erreichbar.

Wir hatten klare Vorstellungen: die Hütte sollte nicht groß sein, die Sektion der sie gehört auch nicht und ganz wichtig, dass die hüttenbesitzende Sektion im süddeutschen Raum beheimatet ist.

Anfang Juli 2018 hatte sich Petra eine Tour in den Hohen Tauern überlegt, unter anderem auch den anspruchsvollen Gleiwitzer Höhenweg. Zusammen mit Gottfried, Agnieszka und Micky wanderten wir vom Mooserboden Stausee bei Kaprun zur Gleiwitzer Hütte. Agnieszka war ganz begeistert, dass es eine Gleiwitzer Hütte gibt, hatte sie doch in Gleiwitz (Gliwice/Polen) studiert und war sehr gespannt wie die Hütte wohl sei.

Die Gruppe verbrachte eine sehr angenehme Zeit auf der heimeligen, schmucken Hütte. Antje, die Hüttenwirtin und ihre Mitarbeiter waren ausgesprochen gastfreundlich und herzlich, in der gemütlichen Stube kamen wir schnell auch mit anderen Bergsteigern ins Gespräch, so dass wir uns willkommen und sehr wohl fühlten. Abends im Zimmer schwärmten wir von der tollen Hüttenatmosphäre und der schönen Berglandschaft inmitten derer die Gleiwitzer Hütte eingebettet ist. Diese Hütte war die Richtige für eine Hüttenpatenschaft.

Die Sektion Karpaten will sich vor allem bei den Wegeinstandhaltungsarbeiten engagieren. Jedes Jahr sind sowohl Touren zur Gleiwitzer Hütte, als auch ein paar Arbeitseinsätze geplant. Wir wollen uns tatkräftig einbringen und uns mit der Hütte verbunden fühlen!